Die andere Sprache

Saison 2018/19

Die andere Sprache



In sechs Konzertprogrammen erkundet Ensemble ö! in der Saison 2018/19 die Vielfalt der Sprache in der zeitgenössischen Musik. Diese Sprache erzeugt mit ihren Worten Emotionen und ermöglicht jeder Hörerin und jedem Hörer ein ganz individuelles Sinneserlebnis.

Musik wird oft als universelle Sprache bezeichnet. Gesprochene und geschriebene Sprache aber dient in aller Regel dazu, spezifische Informationen mitzuteilen und trägt zum Verständnis bei. Musik jedoch sagt nichts Konkretes aus. Jeder Hörer, jede Hörerin macht sich sein oder ihr eigenes Bild über das Gehörte, ohne sich dabei einen konkreten Inhalt oder eine genaue Aussage bilden zu müssen. Eine Qualität.


Musiksprache ist demnach ein paradoxer Begriff, wenn man Sprache als Resultat von Wortkombinationen versteht, worin jedes Wort eine definierte, festgelegte Bedeutung hat.


Jeder Ton kann unendlich viele Bedeutungen haben. Oder anders formuliert, ein Ton und die Kombination mehrerer Töne, also eine Komposition, muss gar keine explizite Bedeutung haben, sondern existiert für sich und erzeugt Emotion statt Aussage.


Wie bereits in den vorhergehenden Saisons, spannt Ensemble ö! auch 2018/19 einen grossen Bogen vom ersten bis zum sechsten Konzertprogramm mit je 2 Aufführungen in Basel und in Chur. Nach Exkursionen in die Welt des Schachs oder in die Sphären der Quantenphysik, wagt sich das Ensemble nun in das philosophische und offenere Gebiet der Sprache.


In der Themenwahl liess sich der künstlerische Leiter David Sontòn Caflisch leiten von der Schnelligkeit der heutigen Kommunikation und gleichzeitig vom Sprachgebrauch in der elektronischen Kommunikationsweise. Die Musik, die in der kommenden Saison zur Aufführung gebracht wird, hingegen braucht Zeit und genaues Verständnis. In diesem Sinn nähert sich ö! den unterschiedlichen Aspekten von Sprache mit sechs Programmen an, von denen jedes einen anderen Gesichtspunkt beleuchtet.


Die Vermittlungsarbeit, die Ensemble ö! jeweils mit Einführungen und Kurzreferaten wahrnimmt, wird in der kommenden Saison noch intensiviert. Der Philosoph Peter Dellbrügger, mit dem Ensemble ö! bereits zusammengearbeitet hat, wird die Konzerte mit sprach- und gesellschaftsphilosophischen Beiträgen kuratieren.


Darüber hinaus beteiligt er sich zusammen mit dem ganzen Ensemble an der Gestaltung einer neuen Konzertform. Diese neue Form möchte nicht nur die Inputs aus anderen Wissensgebieten weiterführen, sondern auch den Fokus auf ein einzelnes Werk legen. Dazu kommt an zwei Abenden ein Gespräch im Anschluss an das jeweilige Konzert um dem Publikum den Austausch über das Gehörte zu ermöglichen.


Informationen zu den einzelnen Konzerten finden Sie auch unter:

www.facebook.com/ensembleoe