2

64 – ZWISCHEN
A1 UND H8
Mi 26. Oktober 2016, Theater Chur
20.00 Uhr (Einführung 19.30 Uhr)
Do 27. Oktober 2016,
Maison 44, Basel, 19.30 Uhr

/ (1 / 2)

mit einem schachtheoretischen Beitrag



FRANCO DONATONI (1927–2000)

„Ali“ (1977) für Viola solo


ANTON WEBERN (1883–1945)

Streichquartett op.28 (1938)


GIACINTO SCELSI (1905-1988)

„Xnoybis“ (1964) für Violine solo


„Hyxos“ (1955) für Flöte und Perkussion


VITTORIO MONTALTI

„Prayer“ (2011) (*1984) für Flöte und Violine


SALVATORE SCIARRINO (*1947)

„Codex purpureus“ (1983) für Streichtrio



Im zweiten Programm treffen zwei Extreme aufeinander: Zum einen findet sich hier die absolute Durchstrukturierung, beim Schach also zum Beispiel die Struktur des Brettes und die genaue Funktion jeder Figur. Andererseits das absolut „Fluide“, also alles, was sich zwischen den festen Strukturen befindet und weder sicht- noch greifbar ist, wie beispielsweise alle Möglichkeiten des nächstfolgenden gegnerischen Zuges.

Exemplarisch vereint Webern diese zwei Gegensätze in seinem Streichquartett op. 28. Hier prallt die kühle und fast nicht mehr zu überbietende Strenge seiner Interpretation der Zwölftontechnik auf hochemotionale Intervallexpressivität, welche zwischen zwei Tönen entsteht.

Diese Welt zwischen den Tönen wird in allen anderen Werken thematisiert. Um Weberns Struktur noch mehr Gewicht zu geben und auch um sein Quartett noch besser begreifen zu können, wird dieses zweimal aufgeführt!